Sommerliebe im Paradies - Cover

Details

ISBN/EAN: 978-3-9899894-1-2
Format: EPUB
DRM: Nicht vorhanden
Weitere Details
Auflage:
2. Auflage 2025
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
292 S., 0.84 MB
Empfohlene App:
Barrierefreiheitsinformationen
Unbekannte Barrierefreiheit
Weitere Details arrow_forward_ios

Sommerliebe im Paradies

eBook - Second Chance Wholesome Liebesroman mit Happy End, Herzklopfen auf Hawaii, Überarbeitete Ausgabe, Überarbeitete Ausgabe

4,99 €
inkl. MwSt.

Herunterladen

Leseprobe

1

Chris

Heute, Ende November

Ich bin schwanger, das ist alles was auf der Ansichtskarte steht, die heute mit der Hauspost in die Kanzlei geflattert ist. Eine Postkarte aus Hawaii, aus O’ahu, um genau zu sein. Was hat das zu bedeuten? Ist das ein Witz? Ich erinnere mich, dass ich Nika gebeten hatte, mich zu überraschen, aber das …?

Es muss ein Scherz sein – ein schlechter. Vermutlich möchte sie damit einen Rückruf meinerseits provozieren. Anders als ich es ihr versprochen habe, habe ich mich nämlich seit vier Wochen nicht gemeldet. Asche auf mein Haupt. Kaum hatte mich die Arbeit fest im Griff, waren der Urlaub und die wunderschöne Hawaiianerin, die ich dort getroffen habe, vergessen. Leider. Traurig aber wahr. Die Pflichten eines Strafverteidigers nehmen nie ein Ende. Freie Zeit ist permanent knapp bemessen.

Immer noch fassungslos, starre ich auf die drei Wörter: Ich bin schwanger.

Ist das überhaupt möglich? Ganz ehrlich?

Ich krame in meinem Gedächtnis, kann mich aber an keine Material- oder Nachschubprobleme erinnern. Wir haben jedes Mal ein Kondom benutzt. Ohne Ausnahme. Gummis an die Macht. Sogar bei unserer heimlichen Nacktbadeaktion habe ich darauf bestanden. Beim Thema Verhütung und Schutz mache ich keine Kompromisse. Ich habe ein aktives Sexleben und bin für Sicherheit auf ganzer Linie. In regelmäßigen Abständen lasse ich mich testen, weil es mir wichtig ist. Ich bin gesund. Und Nika ist ganz sicher nicht schwanger. Auf keinen Fall.

Das muss ein Irrtum sein.

Ein makabrer Spaß, der es schafft, mich von meinem hohen Arbeitspensum aufsehen zu lassen.

Wollte ich nicht einen Liebesbrief von ihr bekommen? Unter Umständen ist das ihre Art, Liebesbriefe zu schreiben. Haha. Ich konnte Liebeserklärungen noch nie etwas abgewinnen.

Zu kitschig.

Zu sentimental.

Zu viele Informationen zwischen den Zeilen.

Dass die Postkarte weder kitschig noch sentimental ist, noch versteckte Informationen enthält, ignoriere ich. Unverblümter als Ich bin schwanger geht es schließlich kaum.

Wieso habe ich Nika um einen Liebesbrief gebeten? An dem Morgen muss ich noch im Halbschlaf gewesen sein. Anders lässt sich das Dilemma nicht erklären. Für gewöhnlich verhalte ich mich anders.

Ein ziemliches Missverständnis. Ich muss völlig neben mir gestanden haben.

Fest entschlossen, Nika nach Feierabend anzurufen, lege ich die Postkarte mit der Schrift nach unten auf meinen Schreibtisch. Mir ist deutlich wohler, wenn ich nicht ständig das Wort schwanger vor Augen habe. Es verursacht mir eine Gänsehaut.

Der Plan, mit meiner Urlaubsliebelei erstmal zu telefonieren, ist gut, sogar grandios. Ich muss nicht Hals über Kopf in das nächste Flugzeug springen und nach Hawaii fliegen. Langsam an das Problem herantasten und nichts überstürzen, lautet meine Devise. Sollte Nika tatsächlich schwanger sein, wird sie mit mir am Telefon darüber reden. Und wenn sie es nicht von sich aus anspricht – aus welchen Gründen auch immer –, werde ich sie auf die wenig spaßige Liebesbriefpostkarte festnageln. Ich werde ganz sicher nicht Vater. Das ist unmöglich.

Ein Klopfen an der Tür holt meine Gedanken zurück ins Büro.

Argwöhnisch sehe ich auf die Uhr und rufe herein. Wer kann das sein? Termine habe ich heute keine mehr. Der Arbeitstag ist fast um.

„Hey.“ Mein Freund Pierce steckt den Kopf durch den Türschlitz. „Hast du Zeit oder bist du im Stress?“

„Komm rein.“ Da ich weiß, dass er aus dem Gericht kommt, wo gerade ein Fall verhandelt wird, bei dem sein Vater, eine nicht unerhebliche Rolle spielt, bin ich gerne bereit, meine kostbare Zeit mit ihm zu teilen. Dafür sind Freunde schließlich da. Pierce hat es gerade nicht leicht.

„Wie läuft es?“, frage ich, kaum dass mein Besucher sich gesetzt und lange ausgeatmet hat. Dem Anschein nach könnte es besser gehen.

„Mittelmäßig“, bestätigt Pierce meine Vermutung. „Der Staatsanwalt ist eine Ratte.“

Mehr sagt er nicht.

„Eine Ratte?“, frage ich nach.

„Yep. Eine fiese Irving-Ratte.“

„Du kannst Owen Irving also nicht ausstehen und das, obwohl er deinem Vater hilft, sich aus dem Drecksloch, in das er sich selbst befördert hat, zu befreien?“

„Richtig erkannt.“ Pierce fährt sich durch die Haare, die ungewöhnlich zerzaust aussehen. Zweifellos rauft er sich die nicht zum ersten Mal am heutigen Tag. „Die Art, wie dieser eingebildete Gockel durch den Gerichtssaal spaziert, macht mich wahnsinnig. Dieser …“ Mein Freund hält plötzlich inne – sein Blick ist argwöhnisch. „Warum liegt eine Ansichtskarte vom Diamant Head auf deinem Schreibtisch?“

Bravo und Tusch! Das hätte kaum schlechter laufen können. Mist!

„Äh …“

Natürlich ist es zu spät, die Post zu verstecken.

Der stets Wissbegierige schnappt sich die brisante Karte, bevor ich ihn aufhalten kann.

„NEIN!“, versuche ich es trotzdem.

Er runzelt die Stirn und sieht hoch, kaum dass er die wenigen Worte gelesen hat. „Wer ist schwanger?“

Noch mal Mist!

Nun verspüre ich einen Drang, mir die Haare zu raufen. Gleich nachdem ich meinem Freund die Karte aus der Hand gerissen und sie in meiner Schreibtischschublade verstaut habe.

„Niemand. Das ist ein Spaß.“ Ich schnappe mir die Karte, lasse sie verschwinden und fahre mir durch die Haare.

„Wer ist Wanika?“

Steht ein Name auf der Karte? Ist mir gar nicht aufgefallen. „Kennst du nicht. Du wolltest mir etwas über den Staatsanwalt erzählen. Was hat Irving gemacht, außer eingebildet zu stolzieren?“ Es ist ein schwacher Versuch, beim Thema zu bleiben.

Pierce mustert mich. Er wirkt perplex und verwirrt zugleich. „Wirst du tatsächlich Vater?“

Teufel! Bitte nicht!

„NEIN, zum Geier. Das ist ein Spaß. Ich werde Nika nachher anrufen und fragen, was dieser Quatsch zu bedeuten hat.“

Mit schüttelndem Kopf zeigt Pierce mir seine Fassungslosigkeit. „Erzähl mir bitte nicht, dass du in unserem Urlaub auf Kondome verzichtet hast. Wir sind keine Teenager mehr, Chris. Muss ich dir ernsthaft einen Vortrag über Verhütung halten?“

Gott bewahre. Was für eine grauenhafte Vorstellung.

„NEIN!“, kommt es zum dritten Mal lautstark über meine Lippen. Ich stehe auf, weil ich unmöglich sitzen bleiben kann. „Sex ohne Kondom kommt für mich nicht infrage“, stelle ich klar, damit mein Freund aufhört, mich anklagend anzustarren. Mich trifft keine Schuld.

„Gut.“ Erleichterung ist rauszuhören. „Aber Kondome können Materialfehler aufweisen. Winzig kleine Löcher … du verstehst. Gummis sind nicht hundertprozentig sicher.“

Grundgütiger. Der Mann kennt kein Erbarmen.

„Bist du bald fertig? Ich werde nicht Vater.“ Es auszusprechen, macht es irgendwie schlimmer. Ich muss dringend diese Unsicherheit loswerden. Was, wenn doch …?

„Möchtest du mir von deiner Wanika erzählen?“ Der Spaßvogel vor meinem Schreibtisch hebt eine Augenbraue. „Arbeitet sie zufällig im Lailani Beach Hotel?&ld...

E-Book Informationen

Alle hier erworbenen E-Books können Sie in Ihrem Kundenkonto in die kostenlose PocketBook Cloud laden. Dadurch haben Sie den Vorteil, dass Sie von Ihrem PocketBook E-Reader, Ihrem Smartphone, Tablet und PC jederzeit auf Ihre gekauften und bereits vorhandenen E-Books Zugriff haben.

Um die PocketBook Cloud zu aktivieren, loggen Sie sich bitte in Ihrem Kundenkonto ein und gehen dort in den Bereich „E-Books“. Setzen Sie hier einen Haken bei „Neue E-Book-Käufe automatisch zu meiner Cloud hinzufügen.“. Dadurch wird ein PocketBook Cloud Konto für Sie angelegt. Die Zugangsdaten sind dabei dieselben wie die Ihres Kundenkontos in diesem Webshop.

Weitere Informationen zur PocketBook Cloud finden Sie unter www.meinpocketbook.de.

Allgemeine E-Book-Informationen

E-Books in diesem Webshop können in den Dateiformaten EPUB und PDF vorliegen und können ggf. mit einem Kopierschutz versehen sein. Sie finden die entsprechenden Informationen in der Detailansicht des jeweiligen Titels.

E-Books ohne Kopierschutz oder mit einem digitalen Wasserzeichen können Sie problemlos auf Ihr Gerät übertragen. Sie müssen lediglich die Kompatibilität mit Ihrem Gerät prüfen.

Um E-Books, die mit Adobe DRM geschützt sind, auf Ihr Lesegerät zu übertragen, benötigen Sie zusätzlich eine Adobe ID und die kostenlose Software Adobe® Digital Editions, wo Sie Ihre Adobe ID hinterlegen müssen. Beim Herunterladen eines mit Adobe DRM geschützten E-Books erhalten Sie zunächst eine .acsm-Datei, die Sie in Adobe® Digital Editions öffnen müssen. Durch diesen Prozess wird das E-Book mit Ihrer Adobe-ID verknüpft und in Adobe® Digital Editions geöffnet.